Das Begleitgremium Moabit

Das Begleitgremium Moabit wurde 2015 im Rahmen einer, vom Vor-Ort-Büro organisierten Demokratiewerkstatt von Akteuren im Gebiet gegründet. Seitdem treffen sich die Mitglieder regelmäßig zu öffentlichen Sitzungen, in denen die Themenschwerpunkte bearbeitet und Förderentscheidungen getroffen werden.

Das Begleitgremium Moabit bestimmt Handlungsfelder und -möglichkeiten und entwickelt Zielsetzungen. Die Mitglieder diskutieren Projektideen, die für eine finanzielle Förderung über den Aktionsfonds in Frage kommen. Zusammen mit der bezirklichen Koordinierungsstelle (Projektmanagement im Jugendamt Mitte) und dem Vor-Ort-Büro „Demokratie in der Mitte“ gestaltet das Gremium die Umsetzung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ im Fördergebiet.

Besetzt ist das Gremium mit Vertreter*innen aus Verwaltung, staatlichen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. In Moabit treffen sich Vertreter*innen der Carl-Bolle-Schule, dem Jugendamt Mitte, Gangway e.V., der Kulturfabrik Moabit, den Quartiersmanagements Moabit Ost und West, der Polizei, des Moabiter Ratschlags, dem Sprachförderzentrum, Karamé e.V., der Stiftung SPI, Transaidency, der Diakoniegemeinschaft Bethania, dem Bildungsverbund Moabit ZiD und dem Jugendmigrationsdienst.

Das Begleitgremium ist offen für neue Mitglieder. Bei Interesse bitte beim Vor-Ort-Büro melden.

 

 


Mehr Informationen zum Begleitbündnis erhalten Sie beim Vor-Ort-Büro oder über den Sprecher des Gremiums

Bettina Pinzl, Lina Respondek, James Rosalind
Vor-Ort-Büro „Demokratie in der Mitte“
030/49500526
info[at]demokratie-in-der-mitte.de

Mohamad Beidoun
Sozialpädagoge

0172/3201712

Aktuelle Projekte
Moabit 2018

ZIELSETZUNGEN
1. Maßnahmen zur besseren Integration der (geflüchteten) Bewohner*innen im Stadtteil sind umgesetzt.
2. Jugendliche erweitern ihr Wissen über Ihre (Teilhabe)Rechte und Partizipationsmöglichkeiten. Sie üben und entwickeln Handlungsalternativen, um gewaltfrei und demokratisch für Ihre Rechte einzutreten und diese einzufordern. Die Jugendlichen sind gestärkt, um sich in schwierigen Situationen flexibel/alternativ (gewaltfrei) zu verhalten und erfahren selbstwirksam zu sein.
3. Die Akzeptanz von Vielfalt und Interkulturalität in der Gesellschaft wird gestärkt.

Laut aus dem Kiez

Bei einer bunten Veranstaltung im Zilleklub wurden die Jugendbeteiligungsprojekte der Jahre 2015-2017 vorgestellt und einige Kiezagent*innen für ihren Einsatz geehrt.
Breakdance, HipHop, Poetry Slam und eine Vocal Performance bildeten einen schönen Rahmen.
Wir bedanken uns insbesondere bei der Jugendstadträtin für ihre Grußworte, dem Zilleklub für das Bereitstellen der Räumlichkeiten und für die Hilfe bei vielen logistischen Fragen.
Wir haben uns auch sehr darüber gefreut, dass Einrichtungen aus Moabit und dem Wedding mit ihren Jugendlichen gekommen sind.

Träger*inGangway e.V.
Projektlaufzeit05.07.2018 - 31.12.2018
Fördersumme2.800,00 €
Let's go - Moabiter*innen gestalten Europa mit

In drei Workshops wurden jeweils bis zu 8 junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren für die Europawahlen und die dahinterliegende Politik geschult und sensibilisiert. Was ist Europa, wer gestaltet europäische Politik und welche Bedeutung haben die Wahlen. Wichtig war dabei, dass die Teilnehmer*innen die unterschiedlichen EU-Programme kennenlernen und eine Vorstellung von der EU bzw. den europäischen Nachbarländern bekommen. Darüberhinaus vermittelten wir das Wissen über demokratische Teilhabemöglichkeiten und Rechte. Im Mai 2019 finden die Europawahlen statt und wir möchten mit diesem Projekt den Teilnehmenden deren Bedeutsamkeit näherbringen: Was genau bedeutet die Europäische Union, welche Vor- und Nachteile habe ich als europäische/r Bürger*in? Welche Möglichkeiten bietet mir Europa für meine Zukunft?. Zwei Frauen mit Vorbildfunktion aus Moabit berichteten von ihren eigenen Erfahrungen mit europäischer Mobilität und begleiteten die Workshops. Für geflüchtete junge Menschen, gab es einen sprachsensiblen Workshop, der das Thema „Geflüchtete in der EU“ herausarbeitete.

Träger*inTransaidency e.V.
Projektlaufzeit12.07.2018 - 31.12.2018
Fördersumme5.000,00 €
„Multipliers Make Hummus Not Walls“

Die Projektziele waren, Multiplikator*innen aus Moabit für den Umgang mit dem Thema Nahostkonflikt und menschenfeindliche Tendenzen zu sensibilisieren, ihnen mehr Hintergrundwissen an die Hand zu geben und ihnen einen Austausch über ihre Erfahrungen mit diesem Themenkomplex im beruflichen Kontext zu ermöglichen. Dazu wurde ein ganztägiger Workshop zum Nahostkonflikt durchgeführt, bei dem die historische Entwicklung des Konflikts und von Antisemitismus dargestellt wurde und die Teilnehmenden Methoden erlernten, wie sie das Wissen weitergeben können. Darüber hinaus besuchten die Multiplikator*innen die Ausstellung „Welcome to Jerusalem“ im Jüdischen Museum Berlin und stellten im Restaurant Kanaan Hummus her. Die einzelnen Projektteile wurden von israelisch-arabischen Teams angeleitet, die einen authentischen Blickwinkel auf die Thematik und Perspektivwechsel ermöglichten.

Träger*inTransaidency e.V.
Projektlaufzeit15.09.2018 - 31.12.2018
Fördersumme2.205,40 €
Weltdorf Moabit – ein Erzählkunstprojekt

Deutsch-, arabisch- und türkischstämmige Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund kamen über 4 Monate in wöchentlichen Erzählworkshops zusammen und tauschten dabei tiefgehende Erfahrungen in mehreren Sprachen aus, eigneten sich Storytelling-Handwerk an und lernten die Weltsicht des jeweils anderen besser kennen. 
Unsere Geschichten fanden zwischen Berlin, Damaskus, Cairo und Izmir statt und handelten u.a. davon wie Menschen sich im Exil verändern, wie das Klima das Leben und Mentalität beeinflusst oder wie der Umgang mit den Themen Fremdsein, Tod und Geburt hier und dort, ist. Dabei haben wir viel Gemeinsames und feine Unterschiede entdeckt. 
Zwei öffentliche Veranstaltungen rundeten das Projekt ab: Stadtgeschichten am 21.11.2018 
und Neue Nachbarschaft Moabit – Liebe und so weiter am 12.12.2018 im Zille Haus.
 Dort haben nicht nur wir zweisprachig erzählt – sondern auch das Publikum. So entstand ein wichtiger Austausch zu den Themen unserer Zeit mit insgesamt 200 Menschen in Moabit, die gerade hierhergezogen sind oder hier schon sehr lange leben.
(Fotos © Harald Etzbach)

Ghaith Alshahar an der Oud
Amal Al-Sharif aus dem Jemen leitet den Austausch am Tisch
Ahmed Said und Adham El-Said mit Geschichten aus Alexandria, Ägypten
Träger*inStorytelling Arena in Kooperation mit Erzählkunst e.V.
Projektlaufzeit01.08.2018 - 31.12.2018
Fördersumme4.885,00 €
Resilienzen gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit stärken

Die außerschulische Projektwoche „Resilienzen gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit stärken“ fand im November 2018 statt. Ziel war es ca. 120 Schüler*innen der Hedwig-Dohm-Oberschule zu empowern, sie in ihrer eigenen Identitätsfindung zu stärken, und zu ermutigen sich in ihrem Stadtteil oder Umfeld als Multiplikator*in gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit einzusetzen. Um dies zu erreichen wurde mit der Betzavta Methode praxisnah gearbeitet. Betzavta ist ein Methodenkoffer der außerschulischen politischen Bildungsarbeit welche in Israel entwickelt wurde und in Deutschland von zertifizierten Trainer*innen durchgeführt wird. Während der Workshops wurden die Schüler*innen geschult auf antisemitische und islamfeindliche Stigmata rhetorisch geschickt zu reagieren. Dabei entwickelten Sie mitunter auch eigene Argumentationsstrategien. Durch die Verwobenheit von theoretischen und praktischen Teilen wurden die Schüler*innen sensibilisiert sich gegen jede Form von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit einzusetzen.

Träger*inJUMA e.V.
Projektlaufzeit08.10.2018 - 31.12.2018
Fördersumme3.349,60 €