Mitgestalten statt ausgrenzen

„Mitgestalten statt ausgrenzen – Kompetenzen für eine inklusive Arbeitswelt“

Viele Menschen erleben systematische Ausgrenzung – z.B. wegen ihrer Sprache, ihrer Herkunft, ihres Aufenthaltsstatus oder wegen bürokratischer Hürden. Sie bringen jedoch wertvolle Erfahrungen und Kompetenzen mit. Ihre nicht-linearen Lebensläufe, z.B. geprägt durch Migration, Flucht oder umfangreiche
Sorgearbeit, werden häufig nicht anerkannt. Gleichzeitig wissen viele nicht genau, wie sie Diskriminierung erkennen oder sich dagegen wehren und ihre Rechte wahrnehmen können.
Genau hier setzt das Projekt an.

Worum geht es?

In dem Projekt entwickeln wir gemeinsam Schulungsangebote zu Antidiskriminierung
und Vielfalt – Fähigkeiten, die in der sozialen Arbeit und in einer vielfältigen Arbeitswelt
zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Die Teilnehmenden:
● lernen, Diskriminierung zu erkennen
● erfahren mehr über ihre Rechte
● stärken ihr Selbstvertrauen
● entwickeln Fähigkeiten für eine vielfältige Arbeitswelt

In Gruppentreffen tauschen wir Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsam neue
Perspektiven für Arbeit, Bildung und gesellschaftliches Engagement.

Wer kann teilnehmen?

Das Projekt richtet sich an Menschen, die aktuell keiner festen Beschäftigung

nachgehen, sich aber bereits engagieren – z.B.:
Ehrenamtliche
● Übungsleiter*innen • Praktikant*innen
● engagierte Nachbar*innen

Angesprochen sind insbesondere:
Arbeits- und Erwerbslose
● Teilnehmende an Eingliederungsmaßnahmen
● Menschen in befristeten oder prekären Beschäftigungen,
z. B. befristet Angestellte in sozialen Einrichtungen oder Übungsleiter*innen
● Personen ohne formale Bildungsabschlüsse und mit unterbrochenen Bildungswegen
Migrant*innen
● Alleinerziehende
● Menschen mit viel Care-Verantwortung

Viele dieser Menschen bringen wertvolle Erfahrungen und Kompetenzen mit, sind jedoch aufgrund sprachlicher, sozialer oder institutioneller Barrieren von stabiler Beschäftigung ausgeschlossen. Das Projekt setzt genau hier an und richtet sich gezielt an Personen, die Interesse an sozialem Engagement oder einer Tätigkeit im sozialen Bereich mitbringen – häufig auch, weil sie selbst von Diskriminierungs- oder Ausschlusserfahrungen betroffen sind.
Ziel des Projekts ist es, die Teilnehmenden zu stärken, ihre Potenziale sichtbar zu machen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Sie sollen ermutigt werden, Schritte in Richtung gesellschaftlicher Teilhabe, Qualifizierung oder Beschäftigung zu gehen.

Was passiert im Projekt?

Das Projekt beginnt mit einer Entwicklungsphase. In dieser Zeit sprechen wir mit verschiedenen Gruppen über ihre Bedürfnisse und Erfahrungen. Auf dieser Grundlage entwickeln wir erste Schulungsbausteine, die wir gemeinsam erproben. Die Ergebnisse werden anschließend ausgewertet und weiter angepasst.
So entsteht Schritt für Schritt ein tragfähiges Modellkonzept. Ziel ist es, ein nachhaltiges Angebot zu entwickeln, das langfristig genutzt werden kann.

Projektlaufzeit

01.02.2026 – 31.07.2026


Entwicklungspartner und wichtigste Kooperationspartner
● Fabrik Osloer Straße gGmbH (Antragstellender Träger / Projektkoordination)
● Moabiter Ratschlag e.V. (Zivilgesellschaftlicher Kooperationspartner)
● Bezirksamt Mitte von Berlin (Kommunaler Partner)

Förderung
Das Projekt wird gefördert durch:
● die Europäische Union (Europäischer Sozialfonds Plus ESF+)
● das Land Berlin
● die Investitionsbank Berlin (IBB) im Rahmen des Förderprogramms LSI

Ansprechpersonen
Rut-Lina Gonçalves Schenck
rut-lina.goncalves@demokratie-in-der-mitte.de
Luis Miguel Benavides
luis.miguel.benavides@moabiter-ratschlag.de

Das Projekt „Mitgestalten statt ausgrenzen – Kompetenzen für eine inklusive Arbeitswelt“ wird gefördert aus den Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds Plus) und des Landes Berlin sowie durch die Investitionsbank Berlin (IBB) im Rahmen des Förderprogramms LSI.