Weltmädchen*tag 2019 - Das Magazin

[…] Die strukturellen Elemente des Magazins sind eine nachhaltige Darstellung des Events zum Weltmädchen*tag am 11. Oktober, durch die, in der AG Mädchen* und junge Frauen* in Berlin Mitte nach § 78 SGB VIII engagierten Organisationen und ihrer Mädchen* sowie die Aufbereitung wichtiger Themen der Rechte von Mädchen* und jungen Frauen* gemäß des aktuellen Mottos des WM*T, welches 2019 „Ich Entscheide“ ist, durch ein Team junger Reporter*innen. Weitere Aspekte des Magazins sind zudem, die Stimmen unterschiedlicher Träger*innen und politisch Verantwortlicher des Bezirks zu Themen der Mädchen*arbeit sichtbar zu machen und auch überregional aktuelle As- pekte zu den Rechten von Mädchen* und Frauen* abzubilden. […]
Das Projekt hat mit dem ersten Coaching unseres Teams acht junger Reporterinnen vom John-Lennon-Gymnasium im Mai 2019 begonnen und wird mit der, zu Ende November 2019, geplanten Veröffentlichung, abgeschlossen. Die Reporter*innen wurden dabei in insgesamt fünf intensiven Coachings vorbereitet, zur eigenständigen journalistischen Bearbeitung des Themenbereichs ermutigt und darin durchgängig begleitet, haben darüber hinaus zwei Interviews mit politischen Persönlichkeiten unseres Bezirks eigenständig vorbereitet und durchgeführt und über das Event zum Weltmädchen*tag im Olof-Palme Zentrum berichtet. Dabei wurden sie gemäß ihrer Interessen und Begabungen in unterschiedlichen journalistischen Tätigkeiten eingesetzt und weitergehend geschult. […]

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Polit-Talk auf dem Weltmädchen*tag 2019
Aktion auf dem WM*T am Stand vom teeny Musik treff zum Motto „Ich Entscheide“
Stand zum „Slime machen“ auf dem Weltmädchen*tag 2019
Polit-Talk auf dem Weltmädchen*tag 2019
Träger*inFuture Voice UG
Geschlechterreflektierter Jungen*tag 2019

Am 31.08.2019 fand im Zille Klub in Berlin Moabit der erste geschlechterreflektierten Jungen*tag in Berlin Mitte statt, welcher von Mitarbeiter*innen aus unterschiedlichen Einrichtungen/Trägern (Fabrik Osloer Straße, Demokratie in der Mitte, Gangway e.V. Team Tiergarten und Wedding, Trialog Jugendhilfe gGmbH, Kiez-Kids-Klub K3, Frecher Spatz e.V., Haus der Jugend) gemeinsam konzipiert, geplant und durchgeführt wurde. An offenen Ständen konnten sich die Kinder und Jugendlichen mit Fragen zum Thema Sexualität, Liebe, Identität, Was heißt Jung*Sein beschäftigen oder auch einfach Spielen, Schmieden und leckere Falafel und Würstchen essen. Außerdem fanden von 16-18 Uhr verschiedene Workshops zu den Themen „Sex und Liebe“, “Was ist Ehre“ und „Queer sein“ statt. Sehr beliebt war das Graffitiangebot (Instagram@graffitiworkshopberlin), wo die Jungen* sich beim Sprühen kreativ ausleben konnten und ein wirklich tolles Bild (siehe Foto) entstanden ist. Später am Abend traten Jugendliche aus dem Haus der Jugend (Rap), die Ghost Dogz (Breakdance), Matondo und Babsi Tollwut (Rap) auf.

Träger*inK3/Frecher Spatz e. V.
Women make Hummus not Walls

Das partizipative Verständigungsprojekt zum Nahostkonflikt „Multipliers Make Hummus Not Walls“ reagiert darauf, dass der Kampf um das Gebiet in Israel/Palästina auch in unserer Stadt Spannungen anfacht, die zu antisemitischen und islamfeindlichen Anfeindungen führen. Es richtet sich an Frauen aus Moabit, die nicht nur in ihre Familien hinein, und somit auf zukünftige Generationen Einfluss nehmen, sondern auch in ihrem außerfamiliären Umfeld wirken. „Women Make Hummus Not Walls“ beschäftigt sich nicht nur mit dem Nahostkonflikt, sondern auch mit dem Judentum und dem Islam, um so die Akzeptanz von (religiöser) Vielfalt und Interkulturalität zu stärken.
Alle Frauen, die schon immer einmal wissen wollten, wie es um die arabischen Frauenbewegungen bestellt ist, was für Bräuche es im Judentum gibt, welche Ähnlichkeiten zwischen dem Judentum und dem Islam bestehen und wie der Konflikt im Nahen Osten entstanden ist, waren im Sommer/Herbst 2019 herzlich eingeladen, teilzunehmen. In unterschiedlichen Workshops konnten die Frauen nicht nur Fragen stellen und Neues erfahren, sondern auch von eigenen Diskriminierungserfahrungen berichten und in einem Rollenspiel ausprobieren, wie sie sich gegen Anfeindungen wehren können. Im Rahmen des Workshops zum Judentum wurde auch über Antisemitismus und (ehemaliges) jüdisches Leben in Moabit gesprochen. Der Workshop zum Nahostkonflikt, der sich gezielt mit der historischen und gegenwärtigen Problematik auseinandersetzt, wird von einem Trainerinnenteam geleitet, wobei eine Frau einen palästinensischen, die andere einen jüdischen Hintergrund hat. Sie verdeutlichten nicht nur die Vielfalt an Perspektiven auf den Konflikt, sondern auch, dass ein freundschaftliches Zusammenleben trotzdem möglich ist. Das stand auch bei dem Besuch im palästinensisch-israelischen Restaurant Kanaan im Mittelpunkt, wo gemeinsam Hummus zubereitet und gegessen und über Friedensinitiativen gesprochen wurde. Die Teilnehmer*innen konnten durch das Projekt einen Perspektivwechsel erfahren und gestärkt werden, als Vorbilder in ihrem Umfeld gegen Diskriminierung und für ein friedliches Miteinander aktiv zu werden.

Träger*inTransaidency e.V.