Women make Hummus not Walls

Das partizipative Verständigungsprojekt zum Nahostkonflikt „Multipliers Make Hummus Not Walls“ reagiert darauf, dass der Kampf um das Gebiet in Israel/Palästina auch in unserer Stadt Spannungen anfacht, die zu antisemitischen und islamfeindlichen Anfeindungen führen. Es richtet sich an Frauen aus Moabit, die nicht nur in ihre Familien hinein, und somit auf zukünftige Generationen Einfluss nehmen, sondern auch in ihrem außerfamiliären Umfeld wirken. „Women Make Hummus Not Walls“ beschäftigt sich nicht nur mit dem Nahostkonflikt, sondern auch mit dem Judentum und dem Islam, um so die Akzeptanz von (religiöser) Vielfalt und Interkulturalität zu stärken.
Alle Frauen, die schon immer einmal wissen wollten, wie es um die arabischen Frauenbewegungen bestellt ist, was für Bräuche es im Judentum gibt, welche Ähnlichkeiten zwischen dem Judentum und dem Islam bestehen und wie der Konflikt im Nahen Osten entstanden ist, waren im Sommer/Herbst 2019 herzlich eingeladen, teilzunehmen. In unterschiedlichen Workshops konnten die Frauen nicht nur Fragen stellen und Neues erfahren, sondern auch von eigenen Diskriminierungserfahrungen berichten und in einem Rollenspiel ausprobieren, wie sie sich gegen Anfeindungen wehren können. Im Rahmen des Workshops zum Judentum wurde auch über Antisemitismus und (ehemaliges) jüdisches Leben in Moabit gesprochen. Der Workshop zum Nahostkonflikt, der sich gezielt mit der historischen und gegenwärtigen Problematik auseinandersetzt, wird von einem Trainerinnenteam geleitet, wobei eine Frau einen palästinensischen, die andere einen jüdischen Hintergrund hat. Sie verdeutlichten nicht nur die Vielfalt an Perspektiven auf den Konflikt, sondern auch, dass ein freundschaftliches Zusammenleben trotzdem möglich ist. Das stand auch bei dem Besuch im palästinensisch-israelischen Restaurant Kanaan im Mittelpunkt, wo gemeinsam Hummus zubereitet und gegessen und über Friedensinitiativen gesprochen wurde. Die Teilnehmer*innen konnten durch das Projekt einen Perspektivwechsel erfahren und gestärkt werden, als Vorbilder in ihrem Umfeld gegen Diskriminierung und für ein friedliches Miteinander aktiv zu werden.

Träger*inTransaidency e.V.