Bin ich rechts? - ein theatraler Politomat

25 Schüler*innen zwischen 15 und 17 Jahren der Heinrich-Von-Stephan Gemeinschaftsschule brachten sich aktiv in das interaktive Theaterstück „Bin ich rechts?“ von Treibkraft. Theater ein. Sie diskutierten und setzten sich aktiv mit den Themenfeldern Rechtspopulismus und Radikalismus auseinander. Sie bezogen Stellung und hinterfragten ihre z.T. eigenen politischen Einstellungen kritisch. Partizipative Demokratieprozesse stärkten die kollektive Arbeit der Klassengemeinschaft. Hierfür diente das interaktive „Wahlspiel“, bei dem die Schüler*innen in 2 Parteien geteilt, ihre jeweiligen Spitzenkandidat*innen für ein Wahlkampfduell mit gesellschaftspolitischen Themen und Charaktereigenschaften ausstatteten, die dann zur Anwendung kamen. Angeregt durch diesen inszenierten Dialog, berieten die Schüler*innen über die Möglichkeiten politischer Mitgestaltung. Das aktivierende Spiel zeigte deutlich, wie wichtig die aktive Auseinandersetzung mit den Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb einer Demokratie ist. Es wurden politische Haltungen diskutierbar, politisches Handeln erfahrbar und die Grundlagen der Demokratie in direkter Verbindung von Ursache und Wirkung erfahrbar – eine unmittelbare Aktivität gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit, sowie für die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens.

Träger*inSOS-Kinderdorf Berlin e.V.
Projektlaufzeit01.10.2018 - 31.12.2018
Fördersumme1.445,00 €
Interkulturelles Kochprojekt

Dank der freundlichen Unterstützung im Rahmen der Partnerschaft „Demokratie in der Mitte“ konnte Karamé e.V. ein interkulturelles Kochprojekt mit Kindern und Jugendlichen aus dem Kiez sowie Geflüchteten durchführen. Durch den niedrigschwelligen und integrativen Charakter des Vorhabens war es möglich, viele Teilnehmer*innen zu gewinnen sowie nachhaltig die Teilhabe zu stärken, die kulturelle Vielfalt im Kiez für die Kinder und Jugendlichen erlebbar zu machen und als Bereicherung bzw. Chance zu begreifen.

Träger*inKaramé e.V.
Projektlaufzeit01.06.2018 - 31.12.2018
Fördersumme2.500,00 €
Laut aus dem Kiez

Bei einer bunten Veranstaltung im Zilleklub wurden die Jugendbeteiligungsprojekte der Jahre 2015-2017 vorgestellt und einige Kiezagent*innen für ihren Einsatz geehrt.
Breakdance, HipHop, Poetry Slam und eine Vocal Performance bildeten einen schönen Rahmen.
Wir bedanken uns insbesondere bei der Jugendstadträtin für ihre Grußworte, dem Zilleklub für das Bereitstellen der Räumlichkeiten und für die Hilfe bei vielen logistischen Fragen.
Wir haben uns auch sehr darüber gefreut, dass Einrichtungen aus Moabit und dem Wedding mit ihren Jugendlichen gekommen sind.

Träger*inGangway e.V.
Projektlaufzeit05.07.2018 - 31.12.2018
Fördersumme2.800,00 €
Let's go - Moabiter*innen gestalten Europa mit

In drei Workshops wurden jeweils bis zu 8 junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren für die Europawahlen und die dahinterliegende Politik geschult und sensibilisiert. Was ist Europa, wer gestaltet europäische Politik und welche Bedeutung haben die Wahlen. Wichtig war dabei, dass die Teilnehmer*innen die unterschiedlichen EU-Programme kennenlernen und eine Vorstellung von der EU bzw. den europäischen Nachbarländern bekommen. Darüberhinaus vermittelten wir das Wissen über demokratische Teilhabemöglichkeiten und Rechte. Im Mai 2019 finden die Europawahlen statt und wir möchten mit diesem Projekt den Teilnehmenden deren Bedeutsamkeit näherbringen: Was genau bedeutet die Europäische Union, welche Vor- und Nachteile habe ich als europäische/r Bürger*in? Welche Möglichkeiten bietet mir Europa für meine Zukunft?. Zwei Frauen mit Vorbildfunktion aus Moabit berichteten von ihren eigenen Erfahrungen mit europäischer Mobilität und begleiteten die Workshops. Für geflüchtete junge Menschen, gab es einen sprachsensiblen Workshop, der das Thema „Geflüchtete in der EU“ herausarbeitete.

Träger*inTransaidency e.V.
Projektlaufzeit12.07.2018 - 31.12.2018
Fördersumme5.000,00 €
„Multipliers Make Hummus Not Walls“

Die Projektziele waren, Multiplikator*innen aus Moabit für den Umgang mit dem Thema Nahostkonflikt und menschenfeindliche Tendenzen zu sensibilisieren, ihnen mehr Hintergrundwissen an die Hand zu geben und ihnen einen Austausch über ihre Erfahrungen mit diesem Themenkomplex im beruflichen Kontext zu ermöglichen. Dazu wurde ein ganztägiger Workshop zum Nahostkonflikt durchgeführt, bei dem die historische Entwicklung des Konflikts und von Antisemitismus dargestellt wurde und die Teilnehmenden Methoden erlernten, wie sie das Wissen weitergeben können. Darüber hinaus besuchten die Multiplikator*innen die Ausstellung „Welcome to Jerusalem“ im Jüdischen Museum Berlin und stellten im Restaurant Kanaan Hummus her. Die einzelnen Projektteile wurden von israelisch-arabischen Teams angeleitet, die einen authentischen Blickwinkel auf die Thematik und Perspektivwechsel ermöglichten.

Träger*inTransaidency e.V.
Projektlaufzeit15.09.2018 - 31.12.2018
Fördersumme2.205,40 €
Weltdorf Moabit – ein Erzählkunstprojekt

Deutsch-, arabisch- und türkischstämmige Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund kamen über 4 Monate in wöchentlichen Erzählworkshops zusammen und tauschten dabei tiefgehende Erfahrungen in mehreren Sprachen aus, eigneten sich Storytelling-Handwerk an und lernten die Weltsicht des jeweils anderen besser kennen. 
Unsere Geschichten fanden zwischen Berlin, Damaskus, Cairo und Izmir statt und handelten u.a. davon wie Menschen sich im Exil verändern, wie das Klima das Leben und Mentalität beeinflusst oder wie der Umgang mit den Themen Fremdsein, Tod und Geburt hier und dort, ist. Dabei haben wir viel Gemeinsames und feine Unterschiede entdeckt. 
Zwei öffentliche Veranstaltungen rundeten das Projekt ab: Stadtgeschichten am 21.11.2018 
und Neue Nachbarschaft Moabit – Liebe und so weiter am 12.12.2018 im Zille Haus.
 Dort haben nicht nur wir zweisprachig erzählt – sondern auch das Publikum. So entstand ein wichtiger Austausch zu den Themen unserer Zeit mit insgesamt 200 Menschen in Moabit, die gerade hierhergezogen sind oder hier schon sehr lange leben.
(Fotos © Harald Etzbach)

Ghaith Alshahar an der Oud
Amal Al-Sharif aus dem Jemen leitet den Austausch am Tisch
Ahmed Said und Adham El-Said mit Geschichten aus Alexandria, Ägypten
Träger*inStorytelling Arena in Kooperation mit Erzählkunst e.V.
Projektlaufzeit01.08.2018 - 31.12.2018
Fördersumme4.885,00 €
Resilienzen gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit stärken

Die außerschulische Projektwoche „Resilienzen gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit stärken“ fand im November 2018 statt. Ziel war es ca. 120 Schüler*innen der Hedwig-Dohm-Oberschule zu empowern, sie in ihrer eigenen Identitätsfindung zu stärken, und zu ermutigen sich in ihrem Stadtteil oder Umfeld als Multiplikator*in gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit einzusetzen. Um dies zu erreichen wurde mit der Betzavta Methode praxisnah gearbeitet. Betzavta ist ein Methodenkoffer der außerschulischen politischen Bildungsarbeit welche in Israel entwickelt wurde und in Deutschland von zertifizierten Trainer*innen durchgeführt wird. Während der Workshops wurden die Schüler*innen geschult auf antisemitische und islamfeindliche Stigmata rhetorisch geschickt zu reagieren. Dabei entwickelten Sie mitunter auch eigene Argumentationsstrategien. Durch die Verwobenheit von theoretischen und praktischen Teilen wurden die Schüler*innen sensibilisiert sich gegen jede Form von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit einzusetzen.

Träger*inJUMA e.V.
Projektlaufzeit08.10.2018 - 31.12.2018
Fördersumme3.349,60 €