EIN DORF SIEHT SCHWARZ - Filmvorführung und Gespräch

Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus 2019

EIN DORF SIEHT SCHWARZ
Filmvorführung und Gespräch
„Kino für Moabit“ in Kooperation mit Afrika-Haus Berlin

Das Publikumsinteresse war groß, die ersten Gäste kamen bereits ab 18 Uhr, um im Afrika-Haus die laufende Ausstellung zu sehen, um Bekannte zu treffen und die Samosas aus der „hauseigenen“ Herstellung zu kosten.
Insgesamt waren 55 Besucher*innen da, leider haben einige aufgrund der eingeschränkten Sichtmöglichkeiten in den hintersten Reihen die Filmvorführung wieder verlassen. Eine Herausforderung für zukünftige Kooperationsveranstaltungen mit dem Afrika-Haus ist daher, nach Lösungen für zufriedenstellende Sichtverhältnisse auch bei größerem Publikum zu suchen.
Beim anwesenden Publikum kam der Film über den aus dem Kongo stammenden Arzt, der in einem französischen Dorf eine Praxis eröffnet, gut an. Es wurde viel gelacht, gab aber auch eine hohe Beteiligung an dem anschließenden Gespräch.
Hier hatte Oumar Diallo, Leiter des Afrika-Hauses, Gelegenheit, aus seiner Perspektive von Diskriminierungsmustern und -erfahrungen zu erzählen. Er bestätigte die Kernaussage des Films:
Ein hoher Bildungsgrad ist bei weitem kein Garant auf dem Weg von Angehörigen von Minderheiten zu gesellschaftlicher Anerkennung und Gleichstellung.
Im Namen des Moabiter Filmkultur e.V. und des Afrika-Hauses bedanke ich mich herzlich für die Unterstützung der Veranstaltung durch den Initiativfonds 2019.
Der Film: EIN DORF SIEHT SCHWARZ (Bienvenue à Marly-Gomont, F 2016, R: Julien Rambaldi)

Antragsteller*inMaren Dorner in Kooperation mit dem Afrika-Haus und der Moabiter Filmkultur e.V.
Interreligiöses Fest mit Freunden

Die von der Ibn-Rushd-Goethe Moschee und der evangelischen Kirchengemeinde Tiergarten organisierte Veranstaltung unter dem Motto „Interreligiöses Fest mit Freunden“ stand für jeden offen. Adressiert wurden im Allgemeinen Nachbarn in Moabit, unter derer sich Christen, Muslime und andere Interessierte.
Geboten wurde eine interaktive Lichtinstallation in der St. Johanniskirche, Raum für Gespräche und ein musikalischer Auftritt mit orientalischer Musik von Sebastian Flaig. Zudem fand das Fastenbrechen mit der evangelischen Gemeinde statt. Hinter der Veranstaltung birgt sich die Intention eines harmonischen Zusammenkommens eines interkulturellen Publikums und somit eine implizierte Möglichkeit der Annäherung durch Gespräche mit der interkulturellen Gemeinschaft. Im gleichen Zuge wurde das Fastenbrechen gemeinsam zelebriert.

Antragsteller*inIbn-Rushd-Goethe Moschee gGmbH
"Barrieren im Kopf abschaffen"

Der International Eastercup Berlin-Moabit ist Jahr für Jahr ein besonderes Ereignis. Zum einen, weil es eine menge Arbeit für diejenigen bedeutet, die in der Organisation federführend sind, zum anderen, weil fast 2.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus 30 verschiedenen Ländern nach Berlin kommen.
Unterschiedliche Sprachen, Kulturen und soziale Hintergründe treffen hier in Moabit aufeinander.
Das kann in manchen Fällen zu Spannungen führen. Wir wollen diesen Spannungen zuvorkommen
und nutzen Basketball als Mittel zur Verständigung zwischen den Nationen.
Jeder Mensch mit seiner eigenen Kultur bringt auch eigene Kenntnisse und (oft ungewollt) Vorurteile mit.
Dem wirken wir jedes Jahr entgegen, indem wir einen Raum schaffen, der Fairness, Respekt, Toleranz, Integration und Inklusion fördert. Dies ist uns in diesem Jahr durch eure Hilfe, dem Initiativfonds von Demokratie in der Mitte, gelungen! Jugendliche haben das Event vorbereitet und an fünf intensiven Tagen durchgeführt. Mit ihrer vorbildhaften Art konnten sie ein Beispiel für Andere sein.
Wir sind sehr stolz darauf zu sehen, dass unsere Arbeit große Beachtung findet – immer mehr Teams möchten teilnehmen und immer mehr Medien interessieren sich für den International Eastercup Berlin-Moabit.
Der International Eastercup Berlin-Moabit fand im Zeitraum vom 18. bis 22. April 2019 statt.

Antragsteller*inLukas Keul, Assistant Coordinator, International Eastercup Berlin-Moabit
Mobiles Youth Headquarter Moabit

Mit der Fördersumme konnte ein Großteil der Miete für eine Garage in der Sickingenstraße 20-28 bezahlt werden, in der vielfältige Aktionen und Angebote mit Jugendlichen/jungen Erwachsenen vorbereitet bzw. durchgeführt werden konnten. Nach einem detaillierten technischen Check des Wagens unter aktiver Beteiligung der Jugendlichen/jungen Erwachsenen, wurde dieser im Februar und März gründlich gereinigt und für seine Nutzung während der Veranstaltung „Moabit´s Anti-Rassismus-Jams“ am 16./17. März 2019 vorbereitet. Teil des Events waren zwei Graffiti-Workshops, bei denen das Beteiligungsmobil als kreative Plattform und Gestaltungsobjekt im öffentlichen Raum diente.

Da bei dem technischen Check weitere Mängel am Beteiligungsmobil entdeckt wurden, entfernten die Teilnehmenden unter fachkräftiger Anleitung den Aufbau des Mobils in der Werkstatt. Zum zweiten Mal kam der Wagen dann auf der „Fête de la reUNION“ am 21. Juni 2019 zum Einsatz. Dort wurde er zu einem einladenden Informationsstand umfunktioniert, an dem Mitarbeiter*innen von Karame e.V. Auskunft über das Engagement im Kiez durch Vereine, AGs und unterschiedliche Förderer gaben sowie einzelne Projekte vorstellten.

Antragsteller*inKarame e.V.
Ramadan und Schule

Die von der Ibn-Rushd-Goethe Moschee am 08. Mai 2019 organisierte Veranstaltung „Ramadan und Schule“ adressierte besonders Lehrer*innen und bot die Möglichkeit, über eigene individuelle Herausforderungen im Unterricht zu sprechen. Als Referenten gaben Rechtsanwältin Seyran Ateş, der Psychologe Ahmad Mansour, Ärztin Prof. Dr. Meryam Schouler-Ocak sowie Imam Mohammed El-Kateb in ihren eigenen Kompetenzfeldern hilfreiche Handlungsempfehlungen und Tipps. Im Verlauf der Veranstaltung meldeten sich zahlreiche Lehrer*innen und berichteten über ihre  herausfordernden Situationen mit Schüler*innen. Von Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu Bewusstlosigkeit, von der Befreiung vom Schulunterricht und von sozialem Druck seitens der Community war die Rede. Die rund 120 Pädagog*innen waren erfreut über die von uns ins Leben gerufene Veranstaltung und bekundeten uns gegenüber den Wunsch nach weiteren Veranstaltungen, um eine Plattform zu schaffen auf der kritische Themen diskutiert werden können.

Antragsteller*inIbn Rushd-Goethe Moschee gGmbH